Presseinformation

Hochinnovatives Energiekonzept für Berlin TXL

Dr. Karsten Wildberger, E.ON-Vorstand, Dr. Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, und Jörg Simon, Vorstandchef der Berliner Stadtwerke-Mutter Berliner Wasserbetriebe geben sich die Hand © Berliner Stadtwerke/Benjamin Pritzkuleit

05.11.2018 | Onlineredaktion Berlin TXL

Berliner Stadtwerke und E.ON kühlen und wärmen künftig die Urban Tech Republic und das Schumacher Quartier

Mit einer hochinnovativen Kombination umweltfreundlicher Technologien werden die Berliner Stadtwerke und E.ON in Zukunft Berlin TXL - The Urban Tech Republic mit Kälte und Wärme versorgen. Die Bietergemeinschaft ging als Sieger aus einer EU-weiten Konzessionsausschreibung für den Forschungs- und Industriepark hervor, der als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas auf dem Areal des heutigen Flughafens Tegel entstehen wird. Auch das gleichfalls auf der Fläche in Tegel geplante Schumacher Quartier mit seinen über 5.000 Wohnungen soll in das Energiekonzept einbezogen werden.

Die Versorgung erfolgt über ein neuartiges Niedrigtemperaturnetz. Dieses sogenannte LowEx-Netz wird mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius betrieben. Durch die im Vergleich zu einem klassischen Fernwärmenetz niedrigere Betriebstemperatur können Wärmeverluste reduziert werden. Weiter können bei den Verbrauchern installierte Wärmepumpen bei Bedarf höhere Temperaturen sowie auch Kühlenergie erzeugen. Das LowEx-Netz kann überschüssige oder selbsterzeugte Energie (z.B. Produktionsabwärme aus den Gewerbe- und Industriebetrieben des Standortes oder Energie aus erneuerbaren Quellen) aufnehmen und macht den Kunden so zugleich zum Produzenten.

Weil alles direkt vor Ort dezentral und nachhaltig aus einem Mix von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen, Geothermie und Abwasserwärme erzeugt, gespeichert und verbraucht wird, fungiert das Netz als Energie-Tauschplatz.

Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, sagt dazu: „In der geplanten Größenordnung ist das LowEx-Netz weltweit einzigartig. Uns geht es hier um die weitreichenden Möglichkeiten dieses neuen Ansatzes, der einen zentralen Punkt der Energiewende aufgreift: weg von der zentralen Energieerzeugung hin zu bürgernahen, dezentralen, intelligenten Energiesystemen und einem modernen Quartiersmanagement.“

„Berlin will bis 2050 eine klimaneutrale Metropole werden und die Energiewende weiter vorantreiben. Die Berliner Stadtwerke sind ein ganz entscheidender Motor dieser Entwicklung“, sagt Jörg Simon, Vorstandschef der Berliner Wasserbetriebe, deren Tochterunternehmen die Berliner Stadtwerke sind. „Als kommunales Unternehmen setzen die Stadtwerke gemeinsam mit dem Partner E.ON auf einem für Berlin bedeutsamen Gelände ein zukunftsweisendes Energiekonzept mit Leuchtturmcharakter um. Mit dem innovativen LowEx-Netz zeigen wir, wie die Berliner Energiewende in einem Quartier mit unterschiedlichsten Nutzungen gestaltet werden kann.“

„Für Berlin werden wir eine Lösung verwirklichen, die sich durch geringe Emissionen und hohen Klimaschutz auszeichnet“, sagt E.ON-Vorstandsmitglied Karsten Wildberger. „Der Zuschlag durch das Land Berlin beweist, dass klimafreundliche Lösungen sich auch wirtschaftlich durchsetzen können, wenn sie intelligent und innovativ entwickelt werden. Für uns ist es das erste Netz einer völlig neuen Generation und ein wichtiger Schritt für die kommunale Energiewende. In diesem Geist werden wir unsere Zusammenarbeit mit vielen Städten und Kommunen in Europa vorantreiben.

Über das Projekt Berlin TXL

Ein halbes Jahr nach Eröffnung des neuen internationalen Flughafens BER soll der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen werden. Auf dem Areal entsteht dann in den folgenden Jahren ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien: Berlin TXL – The Urban Tech Republic sowie ein neues Wohnviertel: das Schumacher Quartier. Mit der Entwicklung und dem Management beider Projekte hat das Land Berlin die Tegel Projekt GmbH beauftragt. Zu ihren Aufgaben zählen die Überarbeitung des Masterplans, die Markenentwicklung, die Planungen für den Hochbau und die technische, energetische und verkehrliche Infrastruktur, die Vertriebsvorbereitung und die Kommunikation des Projektes. Mehr Informationen: www.berlintxl.de und www.schumacher-quartier.de.

Berliner Stadtwerke GmbH

Die Berliner Stadtwerke GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Berliner Wasserbetriebe, sind der Motor der Energiewende in Berlin. Das kommunale Unternehmen engagiert sich in Berlin für eine verbrauchernahe Energieerzeugung und umweltfreundliche Versorgungskonzepte auf Basis erneuerbarer Energien. Hierzu zählen innovative Mieterstromkonzepte für die Bewohner, Energieeffizienzmaßnahmen für öffentliche Liegenschaften und Wohnquartiere sowie die Versorgung der Haushalte mit umweltfreundlichem berlinStrom. Mehr als 40 Prozent der seit 2016 in Berlin installierten Solarleistung haben die Stadtwerke errichtet. Weitere Informationen auf www.berlinerstadtwerke.de.

E.ON

E.ON ist ein internationales privates Energieunternehmen mit Sitz in Essen, das sich auf die Geschäftsfelder Energienetze, Kundenlösungen und Erneuerbare Energien konzentriert. Als eines der größten Energieunternehmen Europas übernimmt E.ON eine führende Rolle bei der Gestaltung einer sauberen, digitalen und dezentralen Welt der Energie. Dazu entwickelt und vertreibt das Unternehmen Produkte und Lösungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden. Im Geschäftsjahr 2017 haben 40.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von 38 Mrd. Euro erwirtschaftet. Rund 32 Millionen Kunden beziehen Strom, Gas, digitale Produkte oder Lösungen für Elektromobilität und Klimaschutz von E.ON. Mehr auf www.eon.com.

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Berliner Stadtwerke:
Stephan Natz
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